Chronik - Marktmusikkapelle_St_Aegyd

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Chronik

Die Geschichte und somit die Zeitrechnung der Marktmusikkapelle St. Aegyd am Neuwalde beginnt mit einem Foto aus dem Jahr 1863.
Unbestritten ist jedoch wohl, dass das Musizieren auch schon vor dem Entstehen dieses Fotos einen hohen Stellenwert im Leben der hier abgebildeten Personen hatte.
Aufgrund dieser langen Vereinsgeschichte lassen sich die Namen der Kapellmeister auch nur mehr ab Simon Zöchling, welcher von 1918 bis 1932 als Kapellmeister tätig war, eruieren. Die Namen und auch Zeiträume ihres Wirkens früherer Kapellmeister lassen sich nicht mehr feststellen.

Während des 2. Weltkrieges umfasste die Kapelle nur mehr 5-8 Musiker und so kam es zu einem kurzzeitigen Zusammenschluss mit der Werkskapelle der Firma Böhler in St. Aegyd.
Im Jahre 1957 wurde zum ersten Mal eine Trachtenbekleidung für die Musikkapelle angeschafft und ein Jahr später, 1958, kam es zur Umstimmung der Instrumente von "Hoher Stimmung" zu "Normalstimmung", (Instrumente von Des auf C, H auf B und Ges auf F). In diesem Jahr erfolgte ebenfalls der Beitritt zum Niederösterreichischen Blasmusikverband.

Seit dem Jahr 1968 wird die Marktmusikkapelle nun als Verein geführt, deren erster Obmann Stefan Enne war. Sein Nachfolger war Johann Heindl, welcher in den Jahren 1979 bis 1981 tätig war und anschließend von Franz Scheikl abgelöst wurde, welcher dieses Amt bis 2006 bekleidete. Ihm folgte DI Daniel Heindl.

Geprobt hat die Kapelle bis zum Jahr 1954 in einem umgebauten Pferdestall des Gasthofes Perthold. Danach übersiedelte man in eine leer stehende Baracke eines Gefangenenlagers des 2. Weltkrieges, was jedoch im Winter eine Herausforderung war, diese für eine gemütliche Probe warm zu halten.

1962 wurde unter Kapellmeister Franz Mosbacher der Entschluss gefasst, ein eigenes Musikheim zu errichten. Das Grundstück wurde vom Gastwirt und aktiven Musiker Rudolf Perthold kostenlos zur Verfügung gestellt und durch die Einsatzfreudigkeit der Musikanten konnte das neue Heim auch schon ein Jahr darauf, 1963, im Zuge des Jubiläums "100 Jahre Marktmusik" eingeweiht werden. Hier darf erwähnt werden, dass dies zudem das erste eigene Musikheim des Bezirkes war. Ebenfalls kam es zu der Zeit zur 1. Erneuerung der Tracht. Diese Projekte konnten nur durch großzügige Spenden der Bauernschaft und der Gewerbetreibenden ermöglicht werden, gleichzeitig wurde auch der sogenannte Musikfond für unterstützende Mitglieder ins Leben gerufen.
Seit Beginn des St. Aegyder Bauernmarktes 1978 verbesserte sich die finanzielle Situation wesentlich, was zur Folge hatte, dass im Jahr 1981 die zweite Erneuerung der Tracht erfolgen konnte.

Im Jahr 1988 wurde Kapellmeister Franz Umgeher vom LH Siegfried Ludwig die bronzene Dirigentennadel überreicht, und im Jahr 2012 übergab uns LH Erwin Pröll den silbernen Ehrenpreis.

Ende des Jahres 2015 kam es zur Auflösung der Werksmusikkapelle St. Aegyd, was einen Beitritt vieler Musikkameraden und Musikkameradinen ebenjener Kapelle mit sich zog. Dies hatte zur Folge, dass unser Musikheim viel zu klein wurde und wir aufgrund dessen in das viel größere und auch modernere ehemalige Werkmusikheim übersiedelten.

Mit Anfang 2016 wurde ein weiterer Schritt getan und es kam zu einer Namensänderung. Seit Jahresbeginn tritt die nun einzige Kapelle in St. Aegyd unter dem Namen Musikkapelle St. Aegyd auf und umfasst aktuell 62 MusikerInnen und 3 Marketenderinnen.




Gründer der Marktmusikkapelle 1863



Musikanten in alter Uniform ca. 1955


Musikbaracke 1962


Marktmusikkapelle 1975


Kpm. Weirer und Obmann Heindl mit
LH Pröll und Landesobmann Höckner

 
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